Ab in die Bergen

Topresultat in Zermatt und im Oberland

Sowohl am Eintages-Berglauf-Cup im Zürcher Oberland wie am Zermatt Marathon resultierten Kategoriensiege für den LCM. Andrea Hofer und Monica Hug hiessen sie – und alleine besorgt für die Topresultate waren sie nicht.

Nach den fünf Etappen, den 22,2 km mit den 1815 Höhenmetern und den erreichten (Zwischen-)Zielen auf der Schufelberger Egg, dem Bachtel, Türli, Sonnenberg und Hörnli staunte Andrea. Überraschend, was sie aus ihren Beinen herauszulocken vermochte. Eine unbewohnte Einstimmung war der Grund: Vier Tage zuvor erst war sie heimgekehrt von ihrer Velotour von Tossa (Sp/Costa Brava). „Ich fühle mich ein wenig müde“, sagte sie vor dem Start. Doch das Leiden – sie mass während der Gesamt-Wettkampfzeit von 2:09:41 Stunden drei Mal Pulswerte von 193 – zahlte sich aus. „Cool xi“, bilanzierte sie. Weitere LCM-Podestplätze resultierten durch: Anita Ribary (Gesamtachte/2. W50/2:24:36) und Philipp Färber (25./2. M50/2:01:24). Schnellster LCM-Vertreter hingegen war Patric Masar mit 1:59:53 und Schlussrang 23. „Super Anlass, Top-Organisation und mir lief es von Etappe zu Etappe besser“, sagte er. „Von Genuss kann ich wenig reden“, sagte Färber, „ich musste immer stärker leiden.“ Die Damen kamen sogar in den Genuss des Jagd-/Einzelstarts zur letzten Etappe. „Das war eine Premiere“, freute sie Anita und sprach von einem „sehr zufriedenstellenden Resultat.“

Monica schlägt Ultra-Seriensiegerin

Für ein Glanzergebnis am Zermatt Marathon über die Ultradistanz (45 km/2458 Höhenmeter/444 m Gefälle) sorgte Monica Hug. Zum dritten Mal in Folge gewann sie ihre Altersklasse – und das, obwohl sie auf eine Widersacherin erster Güte traf, auf die Deutsche Ultra-Weltmeisterin Marion Braun. „Dass ich sie schlagen würde, hatte ich nicht für möglich gehalten“, sagte Hug. Unterwegs begegneten sich die beiden Widersacherinnen nie. Erst kurz vor dem Ziel, in den steilen Serpentinen aufs Gornergrat, entdeckte Monica ihre Gegnerin, als sie kurz für einmal zurückschaute. Im Ziel trennten die beiden nach über fünfeinhalb Wettkampfstunden 1:01  Minuten. Spannend dabei der Vergleich der Abschnittzeiten: Monica holte auf den ersten 21 km mit „nur“ 500 Höhenmetern von St. Niklaus bis Zermatt zehn Minuten Reserve heraus. Von dieser büsste sie anschliessend stetig ein – obwohl sie in der Gesamtwertung nur wenige Positionen einbüsste. Schliesslich belegte Hug Schlussrang 16, Braun Platz 17. Wie viel Wert die Leistungen der beiden hat, zeigt sich bei genauerem Studium der Rangliste: Die Siegerin der tieferen Altersklasse belegte Schlussrang 30 und war über 24 Minuten länger unterwegs.

Über die Marathon-Distanz (42 km/1944 m Steigung) platzierte sich Martin Wolfer bei den M60 mit seinen 4:27:12 Stunden auf dem dritten Platz. Mit 5:33:00 Stunden im Ultra belegte Peter Hug Rang 7.

Verfasst von Jörg Greb

2017-07-03T21:55:42+00:00 3. Juli, 2017|Running|