Greifenseelauf

Samira sprang über den Schatten – und wurde belohnt

Als Overall 10 und Zweite in der Kategorie U23 profitierte Samira Schnüriger am 37. Greifenseelauf mit seinen über 11‘000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von einem Strategiewechsel der Organisatoren – dank eines unverhofft starken Rennens.

Die Distanz von 21,098 km, dem Halbmarathon, entspricht der 21-jährigen Langstrecklerin des LC Meilen. Weniger getan hatte es in der Vergangenheit aber die Strecke um den Greifensee. Der wellige Parcours, der Wechsel zwischen Asphalt und Kies war es, der Samira Schnüriger sagen liess: „Der Greifenseelauf ist nicht mein Lauf.“ Nach dem Rennen vom letzten Samstag darf sie dieses Urteil beiseiteschieben. Ihr glückte ein hervorragendes Rennen. In 1:24:09 Stunden lief sie 70 Sekunden schneller als im Vorjahr und schneller als bei ihren vorherigen sechs Teilnahmen über die Volldistanz. Und als Overall-Zehnte und U23-Zweite war sie auch hervorragend klassiert.

„Ich wusste, dass die Form ansteigend ist, dass ich wieder besser laufen kann“, sagte die  Studentin der Gesundheitswissenschaften. Als erfreulich empfand sie das, nachdem sie während des Sommers Mühe gehabt hatte, sich schlecht fühlte und nicht wunschgemäss laufen konnte. Wie sie „den Tritt wiedergefunden“ hat, überraschte sie. Und ebenso ihr Resultat: „Ich liess Fiammetta hinter mir, das traute ich mir kaum zu“, erklärte sie. Von Fiammetta Troxler sprach sie, der Dreizehnten vom TV Oerlikon, die 30 Sekunden länger benötigte.

Und der Effort zahlte sich aus. Sie profitierte vom Strategiewechsel der Organisatoren, die anstatt auf ausländische Topathleten zu setzen, einen Teil des Elite-Budgets den besten Nachwuchsathleten zukommen lassen.  Schnürgier profitierte als U23-Zweite und beste Schweizerin dieser Kategorie. Fr. 1000 erhielt sie. Um ein Mehrfaches ihrer bisherigen besten Preisgelder handelt es sich. „Eine tolle Motivation“, sagte sie. Und zu dieser trägt natürlich auch das Resultat bei. Samira Schnürgiger will ihre Herbstform nutzen und schaut sich nun nach einem flachen und schnellen Halbmarathon im nahen Ausland um. Ebenso geplant ist der Start am Frankfurt Marathon Ende Oktober, wo sie ihre Marathon-Bestzeit unter 3 Stunden senken möchte.

Neben Samira Schnüriger profilierten sich weitere LCM-Langstreckler. Monica Hug belegte mit ihren 1:35:19 Rang zwei bei den W55. Mit 1:33:53 kam Anita Wiesli bei den W45 auf Position 5. Schnellster Meilemer Mann war Philipp Färber mit 1:21:08. Bei den M50 reichte dies zu Platz 6. Stephan Urner lief mit 1:30:47 bei den M55 auf den achten Rang. Im 10-km-Rennen realisierte Sigi Föhn als 19. im Gesamtklassement den Kategoriensieg bei den M50, Peter Peter (27.) und Thomas Alternburger (32.) belegten bei den M50, respektive M30 die zweiten Plätze.

2017-01-19T16:43:20+00:00 28. September, 2016|Running|