Greifenseelauf – Gold, silber und keine Bronze

Der LC Meilen war für etliche Topergebnisse am Greifenseelauf über die Halbmarathon-Distanz besorgt – allen voran Sigi, Monica und Samira.

Bis Sigi seine Ansprüche ganz befriedigt sieht, braucht es viel. Schweizer Meister bei den M55 wurde er, und es war seine dritte SM-Goldmedaille in diesem Jahr nach jener im Cross und im Berglauf. Doch Stolz und eine innere Genugtuung war es nicht, die ihn im Ziel begleiteten. „Wenigsten gewonnen“, sagte er und fügte an:  „Aber so, wie ich es mir vorgestellt hatte, glückte mir das Rennen nicht.“ Eine Zeit von 1:18 Stunden peilte er ursprünglich an. Ins Ziel lief er nach 1:20:01. Nach einer Erklärung fand er rasch: „Meine Beine wurden zu früh schwer.“ Bis Kilometer 10 sah er sich „ideal unterwegs“. Dann ging der leichte Schritt zusehends verloren. „Daraus muss ich nun die richtigen Schlüsse ziehen“, folgerte er. Ende Oktober peilt er beim Lucerne Marathon sein viertes Meisterschaftsgold an.

Monica und die Sekunden

Um 23 Sekunden verpasste Monica bei den W60 den Titelgewinn. Sie erinnerte sich im Ziel an Gedanken vor dem Start: Was ihr wohl lieber wäre, der Sieg oder eine tolle Zeit. Die Antwort darauf ergab sich im Ziel. In 1:34:58 Stunden verbesserte sie ihre eigene Bestmarke aus dem Vorjahr um 21 Sekunden. Darüber freute sie sich enorm und kann mit dem Medaillenverdikt deshalb gut leben. „Verena und ich verstehen uns gut, wir haben zusammen Geburtstag gefeiert.“ Und eines ist sich Monica sicher: „Ich verfüge über weiteres Steigerungspotenzial.“

Samira schnellste LCM-Frau

Keinen herausragenden Tag erwischte Samira, die mit der Schlusszeit von 1:25:39 trotzdem schnellste LCM-Frau war, jedoch 90 Sek. langsamer als im Vorjahr. Platz 19 Overall und Position 3 bei den U23 ergab dies. Zu einer Meisterschafts-Medaille kam sie hingegen nicht. In der Kategorie U23 werden auf der Strasse im Gegensatz zur Bahn keine Auszeichnungen vergeben. „Wir halten uns diesbezüglich ans Regelwerk des Europäischen Leichtathletik-Verbandes“, erklärte Nino Balzarini in der Funktion als nationaler Technischer Delegierter. Samira wusste darüber Bescheid. Trotz unglücklichen Rennverlaufs motivierte sie anstelle der Medaille aber das Preisgeld, das vom Organisator spezifisch für die U23-Kategorie bereitsteht. Und selbstkritisch sagte sie zu ihrer wenig begeisternder Zeit: „Ich bin selber schuld, lief ich doch die ersten beiden Kilometer zu schnell und staunte etwas naiv, wen ich da alles überholte.“ Von einem „richtigen Anfängerfehler“, sprach sie danach.

Ebenfalls Spitzenergebnisse glückten: Peter Peter als Vierplatzierter bei den M50 in 1:20:45, Philipp Färber und Olivia Kurtz als je Fünfte bei den M50 in 1:21:28, respektive bei den W30 in 1:28:06, Andrea Hofer als Siebte bei den W35 in 1:33:36 sowie Anita Wiesli als Achte bei den W45 in 1:35:59. In der Team-Wertung mit den je drei besten Ergebnissen belegten die LCM Frauen Platz 4, die Männer Platz 12.

verfasst von Jörg Greb

2017-09-18T00:25:20+00:00 18. September, 2017|Running|