Die Nachwuchs-Leichtathletinnen und -athleten des LC Meilen sind erfolgreich in die Bahnsaison gestartet. Hervorzuheben: die Geschwister Guckenberger.
Der Ist-Zustand dürfte nicht sehr lange Bestand haben, aber er ist bemerkenswert und wunderbar: In der aktuellen (noch jungen) Schweizer Saisonbestenliste belegt Lea (15) Position 1 über 600 m, und ihr ein Jahr älterer Bruder Jan sieht sich mit Platz 2 über 800 m ebenfalls auf Erfolgskurs. Dafür ausschlaggebend: zwei Topleistungen. Sie lief die 600 m in 1:35,32 Minuten; er die 800 m in 1:59,28 Minuten – beide in Olten.
Und was sagt sie, die Protagonistin zu ihrem Einstand? «Ich bin sehr zufrieden», erzählte Lea. Und ergänzt: «Es war kein ideales Rennen, weil ich völlig alleine laufen musste und mir niemand auch nur annähernd hat Paroli bieten können.» Das die Zahl der Widersacherinnen zwar gross gewesen ist, nützte nichts. Niemand befand sich auf einem ähnlichen Level. Ihr treffendes Fazit ihres Einstandes deswegen: «Es hätte nicht besser laufen können.»
Druck von hinten gewünscht
Heissen, dass sich Lea nun zufrieden gibt, soll dies aber nicht. Im Gegenteil: die sehr fokussierte und überlegte Jungathletin denkt selbstkritisch: «Eventuell hätte ich etwas regelmässiger laufen sollen.» Ihr Wunschdenken, «dass so die letzten 200 m dynamischer und schneller geworden wären». Diese Erkenntnis motiviert sie. Sie will lernen, will sich weiter steigern. Ihr Wunschszenario: «Druck von hinten. Widersacherinnen, die das Letzte aus mir herauskitzeln.»
Und sie denkt weiter in grossen Zügen. Explizit freut sie sich auf die «grossen Events». An die Regionen-Meisterschaften wie auch die Schweizer Meisterschaften denkt sie. Und sie spricht von einem Traum: «einem Podestrang an den nationalen Meisterschaften im September.» Letztes Jahr brachte sie sich mit einem fünften Rang über ebendiese 600 m in Position. Jetzt, da sie dem älteren Jahrgang angehört, soll’s eine Platzierung auf dem Podest werden. Die gute Frühform führt sie einerseits auf das kontinuierliche Training unter den Trainern Martin Wolfer und Ruedi Meier zurück. Ebenso aber erwähnt sie das Trainingslager im Frühling mit dem Verein in Tenero (TI).
Bruder Jan Guckenberger durchbricht magische Grenze
Vom intakten Umfeld profitiert weiterhin auch Bruder Jan. Und auch er konnte ein spezielles Erfolgserlebnis gleich zum Jahresauftakt feiern: das Durchbrechen der 2-Minuten-Grenze über 800 m. Mit seinen 1:59,28 Minuten belegt er in der Jahresbestenliste von Swiss Athletics bei den U18 Position 2.
Und für Freude sorgen auch die vielversprechenden Resultate verschiedener Athletinnen und Athleten an den Q-Wettkämpfen der tieferen Kategorien. Herausragend auf dieser Ebene: die 5,01 m von Tosca Baumann bei den U14 und deren 8,18 Sekunden über 60 m. Oder die 31,55 m mit dem Speer von Mya Lou Jakob bei den U16 oder die 9,60 m von Emma Gründer im Kugelstossen in ebendieser Kategorie.
gg/Jörg Greb