Der Meilener Langdistanz-Triathlet Rico Romagnoli sicherte sich am Ironman Lanzarote die Qualifikation für den Triathlon aller Triathlons – den Ironman Hawaii im Oktober.

Mit einem klaren Ziel flog Rico Romagnoli auf die Kanareninsel und zur ersten sportlichen Grossherausforderung des Jahres: den 3,9 km Schwimmen, 180 km Velo und 42,2 km Laufen. Er peilte seine dritte Qualifikation für die Ironman-WM in seiner Altersklasse an und seine zweite auf der Pazifikinsel Hawaii. «Ich will dieses Spektakel nochmals erleben», sagte er. Und der 66.Jährige realisierte sein Vorhaben. Nach 12;37;10 Stunden erreichte er die Ziellinie als zweiter seiner Kategorie – überglücklich, wie er betonte. Da spielte es eine untergeordnete Rolle, dass er vor einem Jahr ans selber Stätte noch als Sieger auf dem Podest gestanden hatte.

Das Rennen entsprach einmal mehr dem, was er erwartet hatte: «Lanzarote bietet alles», wusste er. Und dachte an Wind, hohe Temperaturen, eine Strecke mit vielen Höhenmetern. Wie auch an eine vorzügliche Organisation. Und der Routinier wusste mit diesen Herausforderungen umzugehen. Auch mit generellen. «In meinem Alter wirst du nicht mehr schneller, aber du kannst dein Langsamer-werden möglichst tief halten», sagt er.

Vorbereitet besser denn je

Seit zwei Jahren ist der einstige Projektleiter bei der Migros pensioniert. Mehr Zeit findet er deshalb fürs Training. 14 bis 18 Wochenstunden summieren sich. Vor allem aber findet er Zeit für die Regeneration. Und die psychische Belastung durch den Job ist ebenso weggefallen. «Auf diesen Ironman hatte ich besser denn je trainiert», fügt er an. Neben den drei Sparten schenkte er vor allem dem Krafttraining und der Beweglichkeit und Mobilisation grosse Aufmerksamkeit. Und wie trainiert Romagnoli? «Vor allem alleine», sagt er klar. So ist er flexibel. Einen Fixpunkt aber bildet das Schwimmtraining mit den Triathleten des LC Meilen. «Gerade in dieser Disziplin ist das Zusammenarbeiten besonders wertvoll», sagt er.

Auf Lanzarote schätzte Romagnoli einmal mehr den LCM-Zusammenhalt. Mit Lukas Jufer und Remo Meierhofer stand er im Einsatz. Die Gruppendynamik motivierte ihn zusätzlich. Und auch seine beiden Kollegen. Auch sie erfüllte ihre Ziele. Und waren gar vor Romagnoli im Ziel. Nur, zur Hawaii-Qualifikation reichte es ihnen (noch) nicht. Jufer belegte mit 11:25:55 Stunden Rang 23 bei den M50-54, Meierhofer mit 12:06:33 Stunden Rang 69 bei den M45-49.

gg