Schweizer Berglaufmeisterschaft

An der Schweizer Berglauf-Meisterschaft sicherte sich Sigi Föhn wie im Vorjahr den Titel. Monica Hug gewann Bronze – allerdings in der jüngeren Alterskategorie.

Und wieder eine Schweizer Meisterschaft mit LCM-Vertretern auf dem Podest. Wie im Vorjahr zuoberst Platz nehmen durfte an der Schweizer Berglauf-Meisterschaft Sigi. Von „einer enormen Genugtuung“, sprach der 57-Jährige nach den 13,1 km mit den 860 Höhenmetern auf die Kreuzegg in Bütschwil. Seine Gefühle basierten auf verschiedenen Gesichtspunkten.

Dank „immer besserer Beine“ stiess Föhn von hinten kommend an die Spitze vor. Schon vor Streckenhälfte vermochte ihm keiner seiner direkten Konkurrenten mehr zu folgen. Und auch jüngere Widersacher mit bekannten Namen fing er ab. So etwa Armin Beeler, den Meister der Kategorie M50. „Ich konnte mit den Jungen mithalten“, sagte Föhn strahlend. Nach dem Goldmedaillengewinn im 10-km-Strassenlauf Ende März gewann Sigi bereits seinen zweiten SM-Titel in diesem Jahr.

Eine besondere Freude bereitet es ihm, weil er sich zuletzt einige Male hatte bezwingen lassen müssen – so etwa im Halbmarathon oder an den Masters-Europameisterschaften in Alicante (Sp). „Diese Niederlagen waren schwierig für mich“, sagte er nun. Hinter sich liess Sigi namhafte Konkurrenz – u.a. Engadin Skimarathon-Kategoriensieger Armin Grob. Durch den Erfolg verspürt er Auftrieb. Der Swiss Alpine Marathon Ende Juli in Davos stellt seinen nächsten Fixpunkt dar. „Bis jetzt trainierte ich noch wenig am Berg“, betont er.

Monica’s eindrücklicher Schlussspurt

Ihren Goldmedaillengewinn nicht verteidigen konnte Monica Hug. Auch sie hatte die Master-EM erfolgreich bestritten. Nun fand sie auf nationaler Ebene aber eine Bezwingerin, respektive zwei. Weil nämlich in ihrer Altersklasse W60 zu wenige Teilnehmerinnen dabei waren, musste sie nicht nur der stets formstarken Verena Iseli den Vortritt überlassen, sondern auch Anita Wetter von den W55.

Die Entscheidung fiel sehr knapp. Wetter siegte mit 1:22:37 14 Sekunden vor Iseli und 15 vor Monica. „Dank enormen Kräften auf dem letzten Kilometer wäre ich beinahe noch an meine Konkurrentinnen herangekommen“, sagte Monica. Fast eine Minute machte sie auf wenigen Kilometern gut. Dabei erkannte sie: „Ich trieb mich mit Erfolg ständig an, das ist eine prägende Erkenntnis für meine die Zukunft.“

2018-06-09T20:59:34+00:003. Juni, 2018|Running|